Freiwillige Versicherung als Student

Wer sich – aus welchen Gründen auch immer – nicht für die Familienversichung oder die Studentische Versicherung qualifiziert, der steht vor der Wahl sich entweder “freiwilig” gesetzlich oder privat krankenversichern zu lassen. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn die Arbeitszeitbeschränkung von 15 Stunden pro Woche überschritten wird, man zu alt für die Familienversicherung ist oder schlicht zu viel Geld (selbständig) im Monat einnimmt.

Eins sollte man vorher wissen: Die freiwillige Versicherung ist immer teurer als die studentische, bei der man nur ca. 65€ im Monat bezahlt und nicht einen Prozentsatz vom Brutto-Einkommen. Bei der freiwilligen Krankenversicherung z.B. bei der AOK ist nämlich das Einkommen ausschlaggebend. Hier gibt es leider einen Fallstrick: Einnahmen unter 1200€ sind für den Monatsbeitrag der Krankenversicherer irrelevant – man zahlt den gleichen (hohen) Betrag, egal ob man nun 500€ oder 1200€ im Monat verdient. Erst ab 1200€ steigt der Betrag tatsächlich mit dem Einkommen.

Um Härtefälle zu vermeiden, bei denen Studenten zum Teil bis zu 50% ihres Einkommen an die Krankenkasse zahlen müssten, kann ein verminderter Beitrag für die Krankenversicherung vereinbart werden. Hier muss aber klar nachgewiesen werden, dass man tatsächlich den angegebenen monatlichen Betrag einnimmt.

Die freiwillige Versicherung ist nicht auf Studenten beschränkt. Wer nach seinem Studium z.B. hauptberuflich selbständig arbeitet, kann weiter bei der AOK freiwillig versichert bleiben.